musikhaus

Das Treppenhaus

Das neue Stiegenhaus wird längsgerichtet als eigenständiger Baukörper im Osten an die Giebelfassade angedockt. Dadurch und durch das Abrücken des Liftschachtes vom Bestand kann das Haus auf allen vier Ebenen gut erschlossen werden, ohne das Bestandsgebäude ausweiten zu müssen. Der Liftturm und die Dachkonstruktion werden aus Dämmbeton errichtet, der Treppenlauf und die Podeste aus Stahlbeton. Die gesamte Ostfassade ist eine Nurglas-Konstruktion. Das Dach sowie die Südfassade sind begrünt.

Den Zubau haben wir als monolithischen, skulpturalen Baukörper konzipiert, der sich vollständig nach Osten hin öffnet. Eingefasst durch einen formgebenden Rahmen, ergibt sich zum Garten ein überwältigender Blick. Von Innen wird das Hinauf- und Hinunterschreiten im Treppenhaus als ein
Tanz durch die Bäume
im Garten hinweg erlebt. Von Außen gesehen, hat man den Eindruck von einem „aufgeschnittenen“ Haus, ähnlich einem Puppenhaus, das von kleinen und großen Menschen durchstiegen wird und so die Lebendigkeit des Gebäudes sichtbar macht.

Die Kombination weniger Materialien (Beton - Glas - Stahl) war uns wichtig, um der Beziehung von Innen und Außen Raum zu geben. Auf der Suche nach dem „reinen Material“, das ohne zusätzliche Dämm- und Schutzschichten den notwendigen Wärmeschutz bietet, ist unsere Wahl auf Leichtbeton gefallen. Die schlichte Poesie des Betons kontrastiert nun mit der Üppigkeit der Natur. Die geometrische Komplexität des kleinen Baukörpers war für die Statik und die ausführenden Firmen eine Herausforderung. Um gemeinsame Erfahrungen im Umgang mit monolithischem Leichtbeton zu ermöglichen, haben wir eine Musterwand im Vorfeld gefertigt, die jetzt als fixes Bühnenelement am Platz vor dem Musikpavillion im Garten Verwendung gefunden hat.

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